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Für eine Kultur des Friedens

In regelmäßigen Veranstaltungen werden die "Wiener Dialoge für eine Kultur des Friedens" ab dem Jahr 2000 Persönlichkeiten aus unterschiedlichen Fachbereichen zusammenführen, um interdisziplinäre Lösungsvorschläge für aktuelle soziale und gesellschaftspolitische Konflikte zu erarbeiten.

Öffentliche Auftaktveranstaltung der Wiener Dialoge für eine Kultur des Friedens am 27. März 2000 um 19:30 Uhr in der Hofburg (Eingang: Botschafterstiege/ Schweizer Hof)


Thema der Veranstaltung am 27. März:

Von einem Jahrhundert des Völkermords zu einer Kultur des Friedens - Möglichkeiten und Grenzen von Vergebung und Versöhnung

Von der Erklärung des Vatikans zum Holocaust und den Entschädigungen von Banken und Unternehmen über die Friedensabkommen in Nordirland, den Versuchen der Wiedergutmachung in Guatemala und der Wahrheitsfindungs-Kommission in Südafrika ringen Völker weltweit mit der Frage, wie man den Kapitalverbrechen der Menschheit und der komplexen Bedeutung von Vergebung und Versöhnung und der Forderung nach Gerechtigkeit und Vergeltung begegnen soll.

Angesichts fortwährender ethnischer Säuberungen und eines Anstiegs der alltäglichen Gewaltbereitschaft führt die Veranstaltung Vertreter eines Spektrums unterschiedlicher Disziplinen und Lebenserfahrungen zusammen. Gemeinsam sollen Handlungsvorschläge für kreative Formen der Konfliktlösung, -mediation und -prävention erarbeitet werden. Ein besonderer Fokus liegt hierbei auf der Etablierung zukunftsweisender Institutionen, die eine Erziehung zu Toleranz und Völkerverständigung praxisnah vermitteln und damit zur Verhinderung von Völkermord und zum Abbau von Gewalt und Fremdenfeindlichkeit beitragen können.

Teilnehmer am 27. März:
  • Johan Eliasch, Vorstandsvorsitzender von Head Tyrolia Mares
  • Prof. Milos Nikolic, Belgrader Zentrum für den Übergang zur Demokratie
  • Dr. Hans-Joachim Maaz, Chefarzt im Diakoniewerk Halle
  • Prof. Zarko Puhovski, Europäisches Universitätszentrum für Frieden und Konfliktlösung in Burg Schlaining
  • Dr. John Taylor, Konferenz der Europäischen Kirchen in Genf
  • Konstantin Wecker, Künstler


  • Zu den weiteren Teilnehmern zählen u.a. Frédéric Andrau, Dr. Smail Balic, Petrus Bsteh, Slobodan Dan Paich, Prof. Ernst Ludwig Ehrlich, Prof. Maurice Errera, Dr. Ivan Havel, Mag. Helmut Kletzander, Mag. Brigitte Knapp-Sattler, Prinz Alfred von Liechtenstein, Pater Maximilian Mizzi, Prof. Herbert Pietschmann und Prof. Karl-Friedrich Wessel.

    Internationale Friedensstiftung
    Lindengasse 13-15, 1070 Wien
    Tel.: 524 50 17
    www.peace-vienna99.net
    www.peace-university.net

    Christine Trost am 21.03.2000