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wer fürchtet sich vorm kleinen mann...
der selbsternannte "anwalt des kleinen mannes" im kampf gegen das establishment.-"leistung", "können" und "ehrliche anstrengung" versus machtmißbrauch und postenschacher. das leuchtet ein, politik ist zwar kompliziert, aber auf einen einfachen, plakativen nenner gebracht, kann sie auch vom "kleinen mann" verstanden werden.
wer ist eigentlich dieser "kleine mann", der von haider mit begriffen wie brav, fleißig und anständig geadelt wird? wenn haider sein anwalt ist, dann muß es sich wohl um seine wähler handeln, die jetzt aber einmal zuerst kommen sollen. und wer sind wir anderen?-die faulen, die unanständigen, die ausländer, die schmarotzer? - das ist wohl gleichzeitig damit gemeint.
einen vorgeschmack populistischer, polarisierender politik, die uns im falle einer zustandekommenden schwarz-blauen regierung erwartet, hat sich bereits in der formulierung eines verschärften strafrechts angekündigt. das weltbild, das uns haider anbietet ist schwarzweiß, gutböse und das böse muß am besten weg und soll auch keine chance zur resozialisierung bekommen. bös bleibt bös und zuerst soll man sich ja den sorgen und nöten des "braven,kleinen mannes"....blablabla (siehe michael völker : law and order im blauen aufwind ? der standard.at vom 28.01.2000)
ich bin mir auch nicht sicher, ob die övp nicht einem gravierenden mißverständnis aufsitzt. wer sagt denn, daß die övp-wähler (durch schüssels drohungen gerade nocheinmal mobilisiert) mit einer schwarz-blauen koalition einverstanden sind; die haben wohl eher eine neuauflage der großen koalition gewählt.
zumindest besteht die vage hoffnung, daß sich die sozialdemokratie in oppostion auf ihre ursprünglichen werte besinnen könnte, die da z.b wären, den schwachen zu helfen und sie nicht rauszuschmeißen, oder, herr schlögl?
Verena Hochleitner |
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