|
|
 |
Stellungnahme Redakteursversammlung Aktueller Dienst ORF
Nach den zahllosen Angriffen und Unterstellungen durch
FPÖ-Klubchef und ORF-Kurator Westenthaler sieht sich die
Redakteursversammlung der Fernsehinformation veranlaßt einige Dinge
klarzustellen: Wir wollten bisher bewußt auf die mehrmals täglich
eintreffenden Attacken und Interventionen nicht reagieren. Täglich zu
antworten erscheint uns als Inflation der Worte. Und schließlich sind
wir hauptberuflich mit der Produktion von Informationssendungen
beschäftigt.
Nun allerdings ist der Zeitpunkt gekommen, wo wir uns mit aller
Kraft gegen die ununterbrochenen, diffamierenden Aussagen und
Einschüchterungsversuche, die gegen Redakteure und
Informationsintendant gerichtet sind, wehren müssen. Als unabhängige
Journalisten verstehen wir unsere Aufgabe selbstverständlich genauso,
wie sie im Gesetz definiert ist: Objektiv und fair zu berichten.
Gegen politische Interventionen haben wir uns immer gewehrt. In
diesem Zusammenhang begrüßen wir auch die klaren Worte des
Generalintendanten. Aus gutem Grund geht es bei Westenthalers
Angriffen immer um Pauschalverurteilungen. Konkrekte Vorwürfe äußert
er kaum, denn sie sind leicht zu entkräften.
Nach den fortgesetzten unqualifizierten Wortmeldungen von
FPÖ-Kurator Westenthaler ist unserer Ansicht nach auch das
ORF-Aufsichtsgremium gefordert. Wir erwarten von den Mitgliedern des
ORF-Kuratoriums, sich eindeutig von den unternehmensschädigenden
Äußerungen ihres Mitkurators zu distanzieren, Herrn Westenthaler in
die Schranken zu verweisen und ihn darauf aufmerksam zu machen, daß
er seine Funktion mißbraucht, heisst es in der Aussendung der Redakteure des
ORF.
Quelle: oejc-list
|
|