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Wer nicht isst, soll nicht arbeiten
Aufruf zum Zivildiener-Aktionstag am Mittwoch, den 26. April 2000
Unter dem Motto "Wer nicht isst, soll nicht arbeiten" ruft die
Zivildienerplattform Wien alle Zivildienstleistenden, zukünftige
Zivildiener und weitere durch die geplante ZDG-Novelle Betroffene auf,
sich am gemeinsamen Zivildiener-Aktionstag zu beteiligen.
Am Vortag der möglichen Beschlussfassung zur ZDG-Novelle im NR richtet
sich der Protest der Zivildiener vor allem gegen die unannehmbaren
Kürzungen beim Entgelt von insgesamt minus 48%, die schon bald tausende
junge Österreicher in den finanziellen und sozialen Ruin treiben könnten.
Gefordert wird die sofortige Rücknahme der ZDG-Novelle, sowie die
umgehende Einleitung von Gesprächen unter Beiziehung aller Beteiligten
(d.h. insbesondere auch Zivildienervertreter und Einrichtungen).
Zeitplan des Aktionstages am Mittwoch, den 26. April 2000
11.00 Uhr TERMIN BEIM VOLKSANWALT
Büro des Volksanwalts Schender (FPÖ), Schrödingerplatz 1, 1220 Wien:
Zivildiener sind aufgerufen, dem Volksanwalt ihre existentielle Bedrohung
zu schildern. Vertreter der Zivildienerplattform übergeben dem Volksanwalt
eine Sammlung zahlreicher Einzelschicksale von Zivildienstleistenden, die
in Rechenbeispielen dokumentieren, welch fatale Konsequenzen die absurden
Kürzungen des Zivildiener-Entgelts für sie hätten.
12.30 Uhr PROTESTMITTAGESSEN
Zivildiener, mit Fresstöpfen ausgestattet, versuchen, sich um 43,-
Schilling in einer öffentlichen Kantine zu verköstigen (genauer Ort und
Zeitpunkt der Kantinenaktion bitte telephonisch erfragen unter
0664/1253531).
17.00 Uhr BESUCH DER PLENARSITZUNG IM NATIONALRAT
Vertreter der Zivildienerplattform besuchen die Plenarsitzung des NR und
treten mit Abgeordneten in Kontakt, um sie zur Intervention zu bewegen.
18.15 Uhr TERMIN BEI NATIONALRATSPRÄSIDENTEN FISCHER
Vertreter der Zivildiener machen dem Nationalratspräsidenten die
gemeinsamen Forderungen der Zivildienerschaft deutlich. Sie appellieren an
den Nationalratspräsidenten, sich dafür einzusetzen, dass sich Zivildiener
auch weiterhin unter fairen Bedingungen für sozial Schwache einsetzen
können und nicht selbst zum Sozialfall werden.
Nähere Informationen:
Mag. Wolfgang Thill (Tel. 495 96 25 26)
Christopher Temt (Tel. 0664/12 53 53 1)
und natürlich in der arge, tel.: 01/535 91 09
Wien, 25. April 2000 |
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